Kleine Geschichte des Computers
Schon in der Antike gab es Rechenmaschinen, wie etwa den heute noch in vielen Ländern gebräuchlichen Abakus. Der Mechanismus von Anitikithera, der um 100 v. Chr. hergestellt wurde, konnte durch ein kompliziertes Differentialgetriebe astronomische Berechnungen vornehmen. Mit Beginn der Völkerwanderung brach die technische Entwicklung der Antike jedoch ab und wurde erst in der frühen Neuzeit wieder aufgenommen.
So wurde 1623 von Wilhelm Schickard die erste mechanische Rechenmaschine, die die vier Grundrechenarten beherrschte, gebaut. Gefolgt von Rechnern von Blaise Pascal 1642, Samuel Morland 1688 und Gottfried Wilhelm Leibniz 1673. Mechanische Rechner waren im Büro und im Geschäftsbereich noch bis in die siebziger Jahre im Gebrauch, auch in Form von Registrierkassen.
Nachdem ab 1805 Lochkarten zur Steuerung von Webstühlen verwendet wurden, wurden diese später zur Datenspeicherung ebenso, wie zur Eingabe von Daten bei Lochkartenmaschinen verwendet, diese waren bis 1945 auf dem Gebiet der Datenverarbeitung dominant.
1938 wurde der Z1 von Konrad Zuse fertig gestellt, der bereits frei programmierbar war, die Gleitkommarechnung beherrschte. Er hatte jedoch noch mechanische Probleme. 1941 folgte der voll funktionsfähige Z3, der ebenfalls voll funktionsfähig war. In den USA wurde im gleichen Jahr der Atanasoff-Berry-Computer und in Großbritannien der Colossus fertig gestellt, die jedoch beide nicht frei programmierbar waren, sondern Spezialzwecken dienten. Die Nachkriegszeit war bestimmt von Mainframe-Computern, die ganze Räume ausfüllten.
Die Miniaturisierung schritt in den siebziger Jahren fort mit der Einführung des in Serie gefertigten Mikroprozessors. Diese Entwicklung vollzog IBM mit dem offenen System des IBM-kompatiblen Personal Computers nach, die bis heute die erfolgreichste und am weitesten verbreitete Computerarchitektur darstellt und seitdem ständig verbessert und weiterentwickelt wird.
Bild: http://www.flickr.com/photos/revolweb/3984344251/ – zuse-z3 von Revolweb bei Flickr
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